Klaus Heyne-Preis zur Erforschung der Deutschen Romantik
PRESSEMITTEILUNG
Dritter Klaus Heyne-Preis zur Erforschung der Deutschen Romantik wird an den Philosophen Dr. Kirill Chepurin und die Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Ansel verliehen
‚Seligkeit‘ und ‚Ossian‘: Mit diesen zwei Schlagworten sind die Themenfelder umrissen, mit denen sich die beiden Wissenschaftler*innen beschäftigten, die 2026 mit dem Klaus Heyne-Preis zur Erforschung der Deutschen Romantik an der Goethe-Universität Frankfurt ausgezeichnet werden. Der Philosoph und Theologe Dr. Kirill Chepurin erhält den Preis für seine Monografie „Bliss against the World: Schelling, Theodicy, and the Crisis of Modernity” (2024 bei Oxford University Press erschienen), die Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Ansel erhält den Preis für ihren Aufsatz „Ossianic images and visual translation processes in J.M.W. Turner and Carl Gustav Carus“ (2025 bei Manchester University Press in einem Band mit dem Titel „Picturing the Romantic“ veröffentlicht).
Das Jahr 2026 markiert die dritte Verleihung des Klaus Heyne-Preises, den der Kinderarzt und Romantikliebhaber Prof. Dr. Klaus Heyne (1937–2017) aus Kiel der Goethe-Universität Frankfurt stiftete. Heynes erklärtes Ziel war die Förderung herausragender Beiträge von Wissenschaftler*innen in der Qualifikationsphase, die zur Epoche der Romantik forschen. 2026 wird der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Preis erstmalig in zwei Kategorien vergeben: Für eine Monografie, die mit 4.000 Euro Preisgeld und 10.000 Euro für die Organisation einer Tagung an der Goethe-Universität dotiert ist, und für einen Aufsatz oder Essay, der mit 1.000 Euro Preisgeld ausgeschrieben wurde.

Chepurins Monografie, die auf seiner 2022 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit summa cum laude verteidigten Dissertationsschrift beruht, beschäftigt sich mit einem bislang vernachlässigten Konzept des wohl bekanntesten Philosophen der Romantik im deutschsprachigen Raum: Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775–1854). „Bliss“ (‚Seligkeit‘), so argumentiert Chepurin, nicht „happiness“ (‚Glück-Seligkeit)‘), kann als ein Schlüsselbegriff des Schelling’schen Nachdenkens an der konflikt- und krisenbehafteten Schwelle zur Moderne betrachtet werden – und zwar von Schellings frühen naturphilosophischen Texten bis hin zu seinen späten metaphysischen Schriften. Chepurin arbeitet ‚Seligkeit‘ als ein Konzept heraus, das für Schelling freiheitstheoretisch und naturphilosophisch relevant ist: Im doppelten Antagonismus zu Moderne und Christentum kann mit ‚Seligkeit‘ eine für die Romantik zentrale Vision der Auflösung der ‚unseligen‘ Gegenwart entfaltet werden – ein Zustand ungeteilter Immanenz, absoluter Indifferenz, eines Seins in Freiheit, das keine Hierarchien, Besitzverhältnisse, Aneignungen und Imperative kennt.
Chepurins Arbeit, so die Jury des Heyne-Preises, bestehend aus Prof. Dr. Roland Borgards (Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik, Goethe-Universität), Prof. Dr. Mechthild Fend (Kunstgeschichtliches Institut, Goethe-Universität), Dr. Aurelio Fichter (Benvenuto Cellini Gesellschaft e.V.), Dr. Mareike Hennig (Freies Deutsches Hochstift Frankfurt), Prof. Dr. Heidi Lucja Liedke (Institute of English and American Studies, Goethe-Universität) und Prof. Dr. Frederike Middelhoff (Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik, Goethe-Universität), beschreitet gleich in mehrfacher Hinsicht Neuland: Erstens wurde hier eine Arbeit vorgelegt, die Schellings jahrzehntelange Auseinandersetzung mit dem Konzept ‚Seligkeit‘ unter Beweis stellt und damit die in der Schelling-Forschung gängige Periodisierung (‚früher‘ vs. ‚später‘ Schelling) in Frage stellt; zweitens arbeitet Chepurin die bisher unbeachtete Salienz von „Schellingian bliss“ für romantische Theorien und Denkformen heraus; drittens befasst sich die Arbeit erstmalig differenziert mit Schellings Reproduktion rassistischer und kolonialistischer Denkgebäude, die mit seiner Vorstellung von ‚Seligkeit‘ eng verknüpft ist.
Die Jury betont: „Wir haben es hier mit einer hochoriginellen Arbeit zu tun, die nicht nur eine Neuinterpretation der Romantik vorschlägt, indem sie verdeutlicht, wie stark ‚Seligkeit‘ – das um 1800 im Bedeutungsumfeld von ‚Segen‘ und ‚Erlösung‘ diskutiert wurde – Schellings Philosophie und das Denken der Romantik bewegte. Vielmehr befragt die Studie das Konzept ‚Seligkeit‘ auch hinsichtlich seiner Anschlussfähigkeit für ethische Fragestellungen und visionäre Entwürfe unserer heutigen Gegenwart.“ Diese Perspektiven und Aktualitätsbezüge möchte Chepurin auch im Rahmen der internationalen Tagung beleuchten, die er 2027 an der Goethe-Universität mithilfe des Heyne-Preises in Frankfurt ausrichten wird.
Chepurin studierte Mathematik und Mathematische Logik in Moskau und trat ebendort 2012 eine Doktorats- und Lecturer-Stelle in Bereich der Philosophiegeschichte an. Im Jahr 2022 wechselte er nach Berlin und wurde im Mai desselben Jahres an der theologischen Fakultät und am Institut der Philosophie der Humboldt-Universität promoviert. Fellowships und Forschungsaufenthalte führten ihn nach Berlin, Hamburg und Berkeley. Derzeit ist er Research Fellow am Institute for Cultural Inquiry in Berlin. Im September 2026 tritt er eine Stelle als Assistant Professor of the Humanities an der Bilkent-Universität in Ankara an.

Dr. Elisabeth Ansels kunstgeschichtlicher Aufsatz, der mit dem Heyne-Preis für herausragende Aufsätze ausgezeichnet wird, untersucht, wie der englische Maler William Turner (1775–1851) und der deutsche Arzt, Naturphilosoph und Maler Carl Gustav Carus (1789–1869) mit ihren Bildern und Zeichnungen den zeitgenössischen ossianischen Mythos mitgestalteten. Der fiktive Ossian und seine altgälischen Liedtexte, die der schottische Schriftsteller James Macpherson in den 1760ern als ‚wiedergefundene‘ „Fragments of Ancient Poetry“ publizierte, entfalteten Ende des 18. Jahrhunderts eine bislang nur von den Schriften William Shakespeare gekannte internationale Resonanz. Und obwohl schon früh bestritten wurde, dass es sich um authentische Dokumente ‚alter‘ Lieder handele, riss die Faszinationsgeschichte rund um den schottischen Barden und seine ‚romantischen‘ Gesänge nicht ab. Ansel geht nun auf Distanz zu einer rezeptions- und einflussgeschichtlichen sowie im Paradigma des Nationalen verhafteten Analyse von Gemälden wie „Staffa, Fingal’s Cave“ (Turner, 1831/32) und „Insel Staffa“ (Carus, vor 1846). Statt die Bilder als Beispiele für eine deutsche, respektive britische Romantik zu interpretieren, untersucht Ansel vergleichend, wie der Ossian-Stoff in unterschiedliche kulturelle Kontexte übersetzt und bildkünstlerisch produktiv gemacht wird. Turners und Carus’ visuelle Annäherungen an die ‚ossianische‘ Hebrideninsel Staffa deutet Ansel im Horizont einer transnationalen Romantisierung des Ossian-Mythos bzw. einer ‚ossianischen Kultur‘. Ihr Aufsatz, so war sich die Jury des Heyne-Preises einig, zeigt das große Potenzial einer kunstgeschichtlichen Romantikforschung, die sich für Zirkulations-, Übertragungs- und Adaptionsprozesse jenseits der Nationallogiken von ‚Schulen‘ interessiert. Sichtbar wird hier, was sich erst aus einer transnationalen Perspektive als ‚hybride‘ oder ‚pluriforme‘ Romantik beschreiben lässt.
Ansel studierte Klassische Philologie in Dublin, Rechtswissenschaften in Leipzig sowie Kunstgeschichte, Soziologie und Rechtswissenschaft an der Technischen Universität Dresden. 2021 wurde sie ebendort im Fach Kunstgeschichte mit einer Arbeit über Jack. B. Yeats und die irische Moderne promoviert (summa cum laude). Stipendien und Fellowships führten sie nach Cork, Dublin, Greifswald, New Haven und New York. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Europäische Romantik der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Beiden Preistragenden wird die Auszeichnung mit dem Klaus Heyne-Preis am 22. Juni 2026 im Rahmen eines Festakts an der Goethe-Universität verliehen.
English Version
Third Klaus Heyne Award for Research in German Romanticism awarded to philosopher Dr Kirill Chepurin and art historian Dr Elisabeth Ansel
“Bliss” and “Ossian”: these are the two keywords outlining the thematic areas explored by the two scholars who have won the Klaus Heyne Award for Research in German Romanticism at Goethe University Frankfurt in 2026. The philosopher and theologian Dr Kirill Chepurin receives the award for his monograph “Bliss against the World: Schelling, Theodicy, and the Crisis of Modernity” (published with Oxford University Press in 2024), while the art historian Dr Elisabeth Ansel receives the award for her essay, “Ossianic images and visual translation processes in J.M.W. Turner and Carl Gustav Carus” (published with Manchester University Press in 2025 in a volume entitled “Picturing the Romantic: New Perspectives on European Romanticism(s) in the Visual Arts”).
The year 2026 marks the third presentation of the Klaus Heyne Award, which was endowed to Goethe University Frankfurt by the paediatrician and Romanticism enthusiast Prof. Dr Klaus Heyne (1937–2017) who worked in Kiel. Heyne’s principal goal was to promote outstanding young scholars and their contributions to research in German Romanticism. In 2026, the award, worth a total of 15,000 euros, is given out in two categories for the first time: for a monograph, which comes with a prize of 4,000 euros and 10,000 euros for the organisation of a conference at Goethe University, and for an essay, which carries a prize of 1,000 euros.
Chepurin’s monograph, based on his doctoral thesis defended in 2022 at HU Berlin, deals with a hitherto neglected concept of the arguably best-known Romantic philosopher in the German-speaking world: Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775–1854). “Bliss” (“Seligkeit”), Chepurin argues, rather than “happiness” (“Glück-Seligkeit”), can be regarded as a key concept in Schelling’s thinking at the crisis-ridden threshold to modernity – from Schelling’s early texts on natural philosophy right through to his later metaphysical writings. Chepurin develops “bliss” as a concept that is relevant to Schelling in terms of his theory of freedom and natural philosophy: In its dual antagonism towards modernity and Christianity, “bliss” unfolds the vision of a dissolution of the “unblissful” present that is central to Romanticism – a state of undivided immanence, absolute indifference, a being in freedom that knows no hierarchies, ownership, appropriations or imperatives.
According to the jury of the Heyne Award, i.e. Prof. Dr Roland Borgards (Institute for German Literature and its Didactics, Goethe University), Prof. Dr Mechthild Fend (Institute of Art History, Goethe University), Dr Aurelio Fichter (Benvenuto Cellini Society), Dr Mareike Hennig (Freies Deutsches Hochstift Frankfurt), Prof. Dr Heidi Lucja Liedke (Institute of English and American Studies, Goethe University) and Prof. Dr Frederike Middelhoff (Institute for German Literature and its Didactics, Goethe University), Chepurin breaks new ground in several respects: First, the book demonstrates Schelling’s continuous engagement with the concept of “bliss”, thereby challenging the periodisation commonly employed in Schelling scholarship (the “early” vs. the “late” Schelling); second, Chepurin highlights the hitherto overlooked significance of “Schellingian bliss” for Romantic theories and modes of thought; third, the monograph is the first to engage in a nuanced examination of Schelling’s reproduction of racist and colonialist ideologies, which are closely linked to his conception of “bliss”.
The jury emphasises: “This is a highly original work that not only proposes a reinterpretation of Romanticism by illustrating how strongly “bliss” – which around 1800 was discussed within the semantic field of “blessing” and “salvation” – shaped Schelling’s philosophy and Romantic thought more generally. The study also examines the concept of “bliss” in terms of its relevance to ethical questions and visionary concepts of our present day.” Chepurin also intends to explore these perspectives and contemporary connections at the international conference he will organise in 2027 at Goethe University, with the support of the Heyne Award.
Chepurin studied mathematics and mathematical logic in Moscow, where he took up doctoral and lecturer position in the history of philosophy in 2012. In 2022, he came to Berlin and received his PhD from the Faculty of Theology and the Institute of Philosophy at Humboldt University in May 2022. Fellowships and research stays have taken him to Berlin, Hamburg and Berkeley. He is currently a Research Fellow at the Institute for Cultural Inquiry in Berlin. In September 2026, he is taking up a post as Assistant Professor of the Humanities at Bilkent-University in Ankara.
Dr Elisabeth Ansels’ art-historical article, which has been awarded the Heyne Award for outstanding essays, examines how the English painter William Turner (1775–1851) and the German physician, natural philosopher and painter Carl Gustav Carus (1789–1869) shaped the Ossian myth through their paintings and drawings. The fictional Ossian and his Old Gaelic song texts, which the Scottish writer James Macpherson published in the 1760s as “rediscovered” Fragments of Ancient Poetry, generated an international resonance at the end of the 18th century previously known only from the writings of William Shakespeare. And although it was disputed from an early stage that these were authentic documents of “ancient” songs, the fascinating surrounding the Scottish bard and his “romantic” songs continued unabated. Ansel now distances herself from a purely national reading of paintings such as “Staffa, Fingal’s Cave” (by Turner, 1831/32) and “Insel Staffa” (by Carus, before 1846). Rather than interpreting the images as examples of German or British Romanticism, Ansel employs a comparative lens to outline how material on Ossian was translated into different cultural contexts and made productive in the visual arts. Ansel interprets Turner’s and Carus’ visual approaches to the “Ossianic” Hebridean Island of Staffa within the framework of a transnational romanticization of the Ossian myth or “Ossianic culture”. The jury of the Heyne Award agreed that her essay demonstrates the great potential of art-historical Romanticism research that focuses on processes of circulation, transmission and adaptation beyond the national logics of “schools”. What becomes apparent from this transnational perspective is what can only be described as “hybrid” or “pluriform” Romanticism.
Ansel studied Classics in Dublin, Law in Leipzig, and Art History, Sociology and Law at Technische Universität Dresden. In 2021, she was awarded a PhD in Art History there with a thesis on Jack B. Yeats and Irish Modernism (summa cum laude). Scholarships and fellowships took her to Cork, Dublin, Greifswald, New Haven and New York. She is currently a postdoctoral research associate at the Centre for European Romanticism at Friedrich Schiller University in Jena.
Both winners will be granted the Klaus Heyne Award during a ceremony at Goethe University on 22 June 2026.
Die Pressemitteilung findet sich hier: Dritte Verleihung des Klaus Heyne-Preis zur Erforschung der Deutschen Romantik
Lesen Sie hier die Ausschreibung für den Klaus Heyne-Preis 2026 nach.
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2023 wurde der 2. Heyne-Preis verliehen an Dr. Miguel A. Gaete verliehen. Die feierliche Übergabe des Preises fand am 11. Oktober 2023 an der Goethe-Universität verliehen. Lesen Sie hier die Pressemitteilung über den Preisträger Gaete. Schauen Sie hier den Bericht über die Preisverleihung an.
Der Heyne-Preis und das zugehörige Preisgeld setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: 5.000 Euro werden nicht-zweckgebunden verliehen; 10.000 Euro werden der bzw. dem Ausgezeichneten für die Konzeption und Organisation einer Tagung zur Romantikforschung zur Verfügung gestellt.
Ermöglicht wird der Wissenschaftspreis durch ein großzügiges Vermächtnis des Kinderarztes Prof. Dr. Klaus Heyne (1937–2017), dessen besondere Leidenschaft der Kunst und Literatur der deutschen Romantik galt.
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PRESSEMITTEILUNG
Der Klaus Heyne-Preis zur Erforschung der Deutschen Romantik 2021 wird an die Literaturwissenschaftlerin Dr. Joanna Raisbeck verliehen
Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis, den der Kinderarzt und Romantikkenner Prof. Dr. Klaus Heyne (1937–2017) aus Kiel der Goethe-Universität für die Erforschung zur Deutschen Romantik stiftete, wird 2023 zum ersten Mal verliehen und geht an Dr. Joanna Raisbeck. Die an der Universität in Oxford lehrende Literaturwissenschaftlerin wird am 6. Oktober 2021 feierlich für ihre Dissertationsschrift „Poetic Metaphysics in Karoline von Günderrode“ an der Goethe Universität geehrt und erhält die Möglichkeit, 2022 eine internationale Fachtagung an der Goethe-Universität auszurichten. Mit ihrer Studie, die 2022 bei Cambridge University Press erscheinen wird, leistet Raisbeck einen wegweisenden Beitrag zur germanistischen Romantikforschung im Allgemeinen, zur bislang eher stiefmütterlich behandelten Günderrodeforschung im Speziellen. „Raisbeck gelingt es in ihrer problemgeschichtlich orientierten Arbeit, das schmale und dennoch so hochgradig diverse Werk der Frankfurter Autorin Karoline von Günderrode (1780–1806) vor dem Hintergrund einer Auseinandersetzung Günderrodes mit den philosophischen Strömungen ihrer Zeit als poetisch-spinozistischen Pantheismus neu zu interpretieren,“ erklärt die den Preis auslobende Professorin für Neuere Deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Romantikforschung, Frederike Middelhoff, zur Entscheidung der Jury.
Raisbeck, die Germanistik an der University of Oxford und an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn studierte, wurde aus einer Vielzahl herausragender Bewerbungen durch das Preiskomitee, bestehend aus den GU-Professori:innen Katharina Boehm (Institut für England- und Amerikastudien), Roland Borgards (Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik), Frederike Middelhoff (Institut für Deutsche Literatur und ihre Didaktik) und Mechthild Fend (Kunstgeschichtliches Institut) sowie Dr. Aurelio Fichter von der Benvenuto Cellini Gesellschaft e.V. und Dr. Mareike Hennig vom Freien Deutschen Hochstift Frankfurt, gemeinsam mit zwei weiteren Finalistinnen um den Preis ausgezeichnet. Neben Raisbeck gelangten die kunstgeschichtliche Arbeit von Dr. Nina Amstutz („Caspar David Friedrich. Nature and the Self“, Yale University Press 2020) sowie die komparatistische Studie von Dr. Jana-Katharina Mende („Das Konzept des Messianismus in der polnischen, französischen und deutschen Literatur der Romantik“; Winter Verlag 2020) auf die Shortlist für den Klaus Heyne-Preis zur Erforschung der Deutschen Romantik. Der Preis wird 2023 zum zweiten Mal ausgeschrieben.
Offzielle Pressemitteilung: https://aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/erstmals-klaus-heyne-preis-zur-erforschung-der-deutschen-romantik-an-der-goethe-universitaet-verliehen/